Besinnliche Weihnachtszeit

von Christian Röckl

Der Rubel rollte im Onlinegeschäft vor Weihnachten, wer hat schon noch Zeit in die Innenstadt zum Einkaufen zu fahren. Die Paketdienste freuen sich, da diese gleich zweimal Verdienen. Einmal durch die Onlinebestellung und dann nochmal beim Rücksenden. Amazon, Zalando und Co. haben diesen Bestell- und Rücksendewahn ja in die Köpfe verankert.

Ich habe ja 14 Tage Wiederspruchsrecht!

Nun kommt der kleine Online-Shop und bezahlt den Rückversand nicht! Frechheit da bestelle ich nicht! Das sind aussagen, die ich leider nicht verstehen kann. Aber klar, die Großen im Onlinehandel machen es vor.

Wenn man diese Vorgehensweise mal mit dem normalem Handel, also den Kauf im Landengeschäft vergleicht, würde es bedeuten das:

  • Die Anfahrt bezahlt werden muss
  • Die Preise immer Tiffstpreise sein müssen
  • Bei einer Rückgabe wieder die Anfahrt gezahlt werden sollte.

    (Beim Ladengeschäft ist der Verkäufer nicht verpflichtend, Ware umzutauschen oder zurückzunehmen).

Seltsam das da noch keiner auf die Idee gekommen ist - Wenn ich mit öffentlichen Mitteln in die Münchner Fußgängerzone fahre, kostet mich das hin.- und zurück 5,40 Euro.

Bei Kleidungsstücke ist es ja noch verständlich, da ich es online schlecht anprobieren kann, ob es mir passt und ob es mir steht. Aber bei allem anderen Produkten, weis ich was ich bestelle.

Es ist für den kleinen Onlinehändler schon schwer genug, dass er die Versandkosten bei einem Widerspruch zurückzahlen muss. Da ist es wohl verständlich, dass er nicht auch noch die Rücksendung übernehmen kann (gesetzlich auch nicht verpflichtend).

Wir müssen umdenken - ansonsten werden wir bald Sklaven der großen Konzerne. Denn die bestimmen den Markt und den Preis (und somit auch den Lohn). Sind wir das nicht bereits?

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