Konzeption einer Webseite – ein Beispiel aus der Praxis

Konzeption einer Webseite – Praxisbeispiel-Teil1

Web-Konzeption mit Contao

Aus rechtlichen Gründen muss ich den folgenden Text neutral halten und darf den Auftraggeber nicht nennen. Der Ablauf und die Situation sind aber angelehnt an ein reales Projekt.

Ausgangssituation

Eine Firma vertreibt hochpreisige technische Geräte für die Gesundheitsbranche von vier Herstellern. An mehreren Standorten bietet sie Schulungen, Support, Reparatur und Wartung für diese Geräte an.

Als CMS wurde WordPress eingesetzt. Die Geräte wurden auf einzelnen statischen Seiten eingepflegt. Um bestimmte Begriffe und Funktionen nicht mehrfach beschreiben zu müssen, wurde ein Glossar-Modul verwendet, auf das manuell verlinkt werden konnte. Kategorien für verschiedene Anwendungszwecke oder Fachgebiete mussten einzeln manuell erstellt werden. Es gab keine zentrale Produktverwaltung; jedem Gerät wurde eine eigenständige Seite zugeordnet.

Eine Mehrfachverwendung von Inhalten oder die Ausgabe bestimmter Produkt-Teaser auf unterschiedlichen Seiten war nicht möglich.

Es gab keine konsistente Produktverwaltung über ERP oder PIM im Unternehmen.

Die angebotenen Schulungen wurden als Beiträge mit Datum eingepflegt, und die Anmeldung erfolgte über ein normales Formular.  Für jede Schulung musste ein eigenes Formular verwendet werden, und die Verwaltung lief komplett manuell.  Da die Plätze limitiert waren, konnte es schon mal zur Überbuchung kommen, weil es sich nicht um eine Eventverwaltung handelte, sondern um statische Seiten. Jede Schulung musste für jeden Standort und Termin als neuer Beitrag angelegt werden.

Unser Ziel für die Webseite

  • Zentrale Datenverwaltung für die einfache Pflege der Gerätedaten
  • Vermeidung von doppeltem Inhalt, z. B. Funktionen
  • Flexible Ausgabe über Filter (z. B. Fachbereiche)
  • Ausbaufähigkeit für die Erstellung von Produktdatenblättern als PDF
  • Zentrale Verwaltung der Schulungen
  • Einmalige Schulungsbeschreibung mit separater Termin- und Ortsverwaltung
  • Verwaltung der Teilnehmerzahl und automatisches Sperren des Termins bei Erreichen der Kapazitätsgrenze
  • Zentrale Verwaltung von FAQ
  • Einfache Verwaltung des gesamten Contents

Konzeption und Lastenheft

Im ersten Schritt erstellten wir ein Lastenheft, das im späteren Verlauf in ein Pflichtenheft überging.

Die Produktverwaltung

Um eine zentrale Produktverwaltung im CMS zu erreichen, mussten zunächst alle Produktdaten gesammelt und kategorisiert werden. Da keine strukturierten Daten vorlagen, erstellten wir eine Tabelle mit allen Daten. Gemeinsam mit dem Kunden bestimmten wir, welche Daten einzigartig sind und welche bei verschiedenen Produkten benötigt werden. Wünsche nach  zusätzlichen Informationen wie Videos und Bilder wurden ebenfalls aufgenommen.

Nachdem alle Datenfelder und Wünsche festgelegt waren, ging es um technische Details. Welche Daten sind einmalig? Welche können mehrfach verwendet werden? Welche Datenfelder benötigen eine Mehrfachauswahl? Diese Fragen wurden für jedes Datenfeld in der Tabelle festgehalten. Benötigen wir Filtermöglichkeiten?

Als alle Anforderungen definiert waren, entwickelten wir die Eingabefelder und den Aufbau der Datenbank. Wir entschieden uns, die Webseite mit Contao und dem Catalog Manager umzusetzen, um eine einfache Verwaltungsoberfläche im Backend zu bieten, die kaum Schulungsaufwand erfordert. Unterschiedliche Frontend-Templates ermöglichen eine flexible Datenwiedergabe.

Pflichtenheft
Die Produktverwaltung (ein Mini-PIM) wurde über den Catalog Manager geplant, um zentrale Datenverwaltung, Datenanreicherung und Mehrfachausgabe zu bieten. Funktionen, Highlights und Zubehör werden getrennt vom Hauptprodukt verwaltet und können jedem Gerät per Klick hinzugefügt werden. Für die Ausgabesteuerung entschieden wir uns für einen Seitenpicker, der als Filter dient. Das Glossar basiert auf den Funktionsdaten der Produktverwaltung.

Die Schulungsverwaltung

Auch diese wurde über den Catalog Manager geplant. Vorab mussten Daten, Varianten, mögliche Abweichungen und Wünsche im Lastenheft und in einer Tabelle festgehalten werden.

Wichtige Punkte waren:

  • Unterschiedliche Teilnehmerzahlen je Schulungsort
  • Sperren der Anmeldemöglichkeit bei ausgebuchten Angeboten
  • Verschiedene Referenten
  • Zuweisung einer Fachrichtung (Filter)
  • Rechtliche Aspekte beim Formular
  • Unterschiedliche Preise?
  • Ausgabe der Schulungen auf der Hauptseite und auf Fachrichtungsseiten

Pflichtenheft
Es wurden Datenfelder und Tabellen sowie die benötigten Eingabemasken (z. B. Schulungsbeschreibung, Referent, Terminpflege) festgelegt. Die Verwaltung der Teilnehmer und Teilnehmerzahl wurde konzipiert, um eine automatisierte Frontend-Ausgabe zu steuern. Der Seitenpicker steuert die Ausgabe auf Fachrichtungsseiten.

das Plus an Leistung - Christian Röckl Webconsulting München

Weitere Anforderungen 

  • Sitemap und URL-Struktur (Weiterleitung alt-neu)
  • Messeauftritte
  • FAQ
  • Benötigte Formulare und E-Mail-Formatierung
  • Anforderungen an Standard-Content-Seiten
  • Rechtliche Aspekte

Standard-Webseiten

Für Standard-Webseiten ist eine umfangreiche Konzeptionsphase, wie ich sie unter Web-Konzeption beschreibe, natürlich nicht rentabel. Hier gehe ich einen etwas anderen Weg, der weniger zeit- und kostenintensiv ist, jedoch trotzdem effiziente Ergebnisse liefert. Dazu werde ich demnächst mehr berichten.

 

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