Best Practices für barrierefreies Webdesign

von Christian Röckl

Barrierefreiheit im Webdesign ist nicht nur eine ethische Verpflichtung, sondern auch ein geschäftlicher Vorteil. Eine barrierefreie Webseite stellt sicher, dass alle Menschen, unabhängig von ihren körperlichen oder kognitiven Fähigkeiten, auf Informationen und Dienste zugreifen können.

Die Vorteile barrierefreier Webseiten sind vielfältig. Sie fördern die gesellschaftliche Teilhabe und Inklusion, verbessern die Benutzerfreundlichkeit für alle Nutzer und können sogar die Suchmaschinenoptimierung (SEO) positiv beeinflussen. Ebenso gibt es in vielen Ländern gesetzliche Anforderungen an die Barrierefreiheit, die Webseitenbetreiber einhalten müssen, um rechtliche Konsequenzen zu vermeiden.

In diesem Beitrag werden wir Ihnen bewährte Methoden vorstellen, um die Zugänglichkeit Ihrer Webseite zu verbessern. Außerdem bieten wir einen Überblick über nützliche Tools und Ressourcen, die Ihnen bei der Überprüfung und Optimierung der Barrierefreiheit helfen können.

Best Practices für barrierefreies Webdesign

Worauf müssen Sie achten?

Klare und einfache Navigation:

  • Verwenden Sie eine logische und konsistente Struktur.
  • Nutzen Sie klare Überschriften und Menüs.

Alternativtexte für Bilder:

  • Fügen Sie zu allen Bildern aussagekräftige Alternativtexte hinzu.
  • Beschreiben Sie den Inhalt und die Funktion des Bildes.

Untertitel und Transkriptionen:

  • Stellen Sie für alle Audio- und Videoinhalte Untertitel oder Transkriptionen bereit.
  • Nutzen Sie automatische Tools zur Erstellung und manuelle Überprüfung zur Qualitätssicherung.

Farbkontraste und Textgröße:

  • Achten Sie auf ausreichende Farbkontraste zwischen Text und Hintergrund.
  • Ermöglichen Sie die Anpassung der Textgröße ohne Verlust der Funktionalität.

Tastaturbedienbarkeit:

  • Stellen Sie sicher, dass alle Funktionen der Webseite über die Tastatur zugänglich sind.
  • Testen Sie die Navigation ohne Maus.

Verständliche Inhalte:

  • Verwenden Sie klare und einfache Sprache.
  • Vermeiden Sie Fachjargon und komplizierte Sätze.

Formulare und Interaktionen:

  • Gestalten Sie Formulare übersichtlich und verständlich.
  • Nutzen Sie eindeutige Beschriftungen und Fehlermeldungen.

Tools und Ressourcen zur Überprüfung der Barrierefreiheit

Prüfwerkzeuge

WAVE (Web Accessibility Evaluation Tool):

  • Bietet visuelle Rückmeldungen zu den Barrieren auf Ihrer Webseite.
  • Identifiziert Probleme wie fehlende Alternativtexte und Farbkontrastfehler.

axe Accessibility Checker:

  • Ein Browser-Plugin, das umfassende Berichte zur Barrierefreiheit erstellt.
  • Hilft bei der Identifikation und Behebung von Barrieren.

Lighthouse:

  • Ein Open-Source-Tool von Google, integriert in Chrome DevTools.
  • Bewertet die Zugänglichkeit Ihrer Webseite und gibt Verbesserungsvorschläge.

Polypane:

Silktide Accessibility Checker

  • Erweiterung für Chrome

Manuelle Prüfmethoden

Screenreader-Tests:

  • Nutzen Sie Screenreader wie JAWS oder NVDA, um die Bedienbarkeit Ihrer Webseite zu überprüfen.
  • Achten Sie auf die Verständlichkeit und Navigation der Inhalte.

Tastaturtests:

  • Navigieren Sie durch Ihre Webseite ausschließlich mit der Tastatur.
  • Überprüfen Sie, ob alle interaktiven Elemente zugänglich sind.

 

Ressourcen und Richtlinien

Fazit

Die Implementierung bewährter Methoden und die Nutzung geeigneter Tools zur Überprüfung der Barrierefreiheit sind entscheidende Schritte, um eine inklusive und zugängliche Online-Präsenz zu schaffen. Durch kontinuierliche Überprüfung und Verbesserung können Sie sicherstellen, dass Ihre Webseite für alle Nutzergruppen zugänglich bleibt.

Zurück zur vorherigen Seite zur a11y-Beratung

Sie haben Fragen?

Sie möchten wissen, wie barrierefrei Ihre Website oder Ihr digitales Angebot bereits ist
und was zu tun ist, um gesetzeskonform aufgestellt zu sein?

Ich unterstütze Sie gern mit einer ersten Einschätzung oder einer gezielten Beratung.